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Haut- und Haarveränderungen in den Wechseljahren

Haut, Haare & Schleimhäute
Wenn sich das Vertraute im Spiegel verändert

SA
Dr. Saskia Appelhoff
· Aktualisiert Juni 2026· 5 Minuten Lesezeit

Die Haut fühlt sich trockener an, das Haar wird feiner, und manchmal kommen ungewohnte Beschwerden wie ein Brennen im Mund dazu. Das sind sichtbare Veränderungen, die viele Frauen still mit sich tragen. Dabei haben sie klare Gründe und lassen sich besser begleiten, als oft gedacht.

Zusammenfassung

Haut, Haare und Schleimhäute haben eines gemeinsam: Sie sind in hohem Maß östrogenabhängig. Wenn das Östrogen nachlässt, verändern sich Kollagengehalt, Feuchtigkeit und Spannkraft. Das erklärt, warum so unterschiedliche Beschwerden wie trockene Haut, feineres Haar und Zungenbrennen in dieselbe Lebensphase fallen.

Warum Haut und Schleimhäute in den Wechseljahren reagieren

Östrogen unterstützt die Bildung von Kollagen und die Feuchtigkeitsbindung im Gewebe. In den ersten Jahren nach der Menopause nimmt der Kollagengehalt der Haut deutlich ab. Die Haut wird dadurch dünner, trockener und empfindlicher, und auch Wundheilung und Hautbarriere verändern sich. Dieselben Mechanismen betreffen die Schleimhäute von Mund und Augen, weshalb Trockenheit und Brennen in dieser Zeit häufiger werden.

Beim Haar verschiebt sich das Verhältnis von Östrogen zu Androgenen. Das Haar wird oft feiner, besonders im Bereich von Scheitel und Oberkopf, während an anderen Stellen vermehrt Härchen sprießen können. Das ist belastend, aber erklärbar. Wichtig ist mir der Hinweis, dass hinter Haarausfall auch gut behandelbare Ursachen wie Eisenmangel oder eine Schilddrüsenstörung stecken können. Deshalb lohnt sich eine Abklärung.

Gut zu wissen: Auch der Kieferknochen reagiert auf Östrogenmangel. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und gute Mundhygiene sind in dieser Lebensphase besonders wertvoll.

Diese Beschwerden gehören dazu

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Was dir Orientierung gibt

Für Haut und Haare zählt die Basis: ausreichend Eiweiß, gesunde Fette, genügend Flüssigkeit, Sonnenschutz und eine ruhige, feuchtigkeitsspendende Pflege. Bewegung und guter Schlaf wirken sich ebenfalls sichtbar aus. Bei Haarausfall lohnt es sich, früh die Blutwerte überprüfen zu lassen, damit behandelbare Ursachen nicht übersehen werden.

Eine Hormontherapie wird nicht allein wegen Haut oder Haaren begonnen, kann sich auf das Hautbild aber positiv auswirken. Wie du deine Ernährung gezielt unterstützen kannst, zeigt dir unser Kurs zu Wechseljahre und Ernährung. Mehr zu jedem einzelnen Thema findest du auf den verlinkten Seiten.

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Quellen & Studien

  1. 1.Biology of estrogens in skin: implications for skin agingVerdier-Sévrain S, Bonté F, Gilchrest B. Experimental Dermatology, 2006
  2. 2.Pharmacologic interventions in aging hairTrüeb RM. Clinical Interventions in Aging, 2006
  3. 3.The menopause and oral healthMeurman JH, Tarkkila L, Tiitinen A. Maturitas, 2009